Meditation und Entspannung

 

Entspannungsverfahren

Verschiedene Entspannungstechniken aus dem Qi Gong, dem Tai Chi Chuan und dem Autogenem Training helfen, bei regelmäßiger Anwendung, sich vom Alltagsstress nicht anstecken zu lassen bzw. positiv damit umzugehen und sich kleine Inseln der Ruhe in sich selbst zu schaffen.

Entspannungsverfahren wirken nachweislich stressreduzierend.

Unterschiede zwischen Autogenem Training, Tai Chi Chuan und Qi Gong gibt es hinsichtlich der Ausführung und dem Zweck.

Voraussetzung bei allen Techniken ist regelmäßiges Üben.

Autogenes Training

Ist leicht zu erlernen, arbeitet mit Suggestionsverfahren und hilft schnell in eine Entspannung zu kommen. Darüber hinaus kann man als erfahrener Anwender mit dieser Technik positive Trigger setzen.

Qi Gong

Ist ein Teilbereich der chinesischen Medizin. Man erlernt Bewegungsabläufe, die bestimmte Meridiane und Organe anregen sollen, Atemtechniken, bewußtes Lenkung der Aufmerksamkeit und Meditationstechniken. Zweck ist die Erhaltung der Gesundheit, das Ausgleichen von Störungen und das Ansammeln von Chi.

Tai Chi Chuan

ist die Praxis des Daoismus, eine Lebensweise, Kampfkunst, Meditation in Bewegung und gesundheitserhaltend. Es ist nicht auf das Ausgleichen einzelner Störungen ausgelegt, sondern wirkt ganzheitlich auf den gesamten Organismus. Bei fortschreitender Entwicklung kommt das Chi ins fließen. Das Chi wird nicht angesammelt, da es sonst nicht fließen kann.

 Chi, als universelle Energie, ist überall. Je mehr Blockaden durch das Üben abgebaut werden, desto mehr fängt das Chi an zu fließen und desto größer wird der Strom.

Auswirkungen von Stress

°Stress wirkt sich negativ auf den Körper aus. es kommt zu erhöhter Adrenalinausschüttung und erhöhtem Blutdruck. Das kann zu Herzerkrankungen, Kopfschmerzen und Magen-Darmgeschwüren führen.

°Die Psyche leidet unter Stress: Ermüdung, Frustation, Schlaflosigkeit und Anspannung können bis zum sozialen Rückzug und in eine Depression führen.

°Das persönliche Verhalten wird ebenfalls durch Stress verändert. Die individuelle Leistungsfähigkeit lässt nach, die Fehler häufen sich, man wird vergesslicher und unflexibel. Daraus entstehen Enttäuschung und Frustation, der Mensch kann Suchtsymptome entwickeln (Nikotin, Alkohol und andere Drogen).

 


°Langfristig ändert sich das Sozialverhalten: Konflikte eskalieren, der Betroffene reagiert aggresiv oder tritt frustriert den Rückzug an.

Atmen

Einatmen, ausatmen, flach atmen, hektisch atmen, tief einatmen, tief ausatmen, ruhig atmen; hecheln, schnaufen, stöhnen, lachen, schreien, juchzen und jauchzen. Schnappatmung, Atemnot, Hyperventilation; den Atem anhalten und die Welt still stehen lassen…..Der Atem lässt Gefühle entstehen und durch atmen kann man Gefühle hervorrufen.

 

Menschen, die unter Stress stehen haben eine flache Atmung. Ihr Körper wird nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt, die Bauchmuskeln sind oft angespannt und diese Anspannung dringt in immer mehr Körperbereiche vor. Die Haltung und der Bewegungsmodus verändern sich. 

 

Stress ist eine der häufigsten Ursachen zur Senkung gefühlter Lebensqualität. Er kann durch unterschiedliche Faktoren ausgelöst und aufrecht erhalten werden. Im friedlichen, wohlhabendem Europa, in dem die meisten Menschen keine Angst vor Ereignissen haben müssen, die ihre körperliche Existenz bedrohen, kann Stress durch andere Faktoren ausgelöst werden:  Konkurrenzdruck, Arbeitsbedingungen die nicht human-kompatibel sind, die Aufrechterhaltung der allgemeinen, diffusen Angst vor dem Leben mit seinen ständigen Veränderungen und dem unmöglich zu erfüllendem Wunsch, entweder soll alles bleiben wie es ist oder immer und stetig besser werden. Ein Wunsch, geboren in einer Welt in der Zuneigung, Freundschaft und Liebe oft an die finanzielle Vermögenshöhe oder an die Potenz des Einzelnen gekoppelt werden und sein „Wert” mit seinem sozialem Status korreliert. Wer sportlich ist, sich dem gängigem, ständig veränderndem Modegeschmack anpasst und in der Lage ist finanziell „mithalten zu können“ hat eindeutige Vorteile.                              

Schon die Kinder lernen soziale Klassen kennen und die Angst Anerkennung und Zuneigung allein dadurch zu verlieren, dass man kein neues Smartphone oder Spitzenleistungen vorzeigen kann.

Die Schulkinder werden in dieses System integriert. Wer gute Noten hat und die schicksten Turnschuhe darf bei den „Gewinnern“ mitspielen. Das Lehrer, bei gleicher Leistung, Kindern aus wohlhabenderen Elternhäusern eher gute Noten geben als den Kindern die Kleidung aus "Billigläden" tragen, ist inzwischen gut untersucht. Die Erwartungshaltung des Pädagogen an die Leistungsfähigkeit des Kindes spielt eine große Rolle und ist leider oft an die soziale Herkunft des Kindes geknüpft. Diejenigen, die aus dem erwünschtem Raster fallen geben resigniert auf. Manche werden, als kompensatorische Reaktion, „sozial auffällig“; das bringt zwar Aufmerksamkeit, aber nicht die Wertschätzung die sie eigentlich haben wollen und erst recht nicht eine zu erwartende Besserung ihrer Situation. Das gesellschaftliche Raster braucht Verlierer um Gewinner zu haben. Die Kinder werden in unserem Schulsystem nach Parametern bewertet, die in isolierten Funktionen geprüft werden (Bulimie - Klausuren) und welche oft nur die reine Gedächtnisleistung und nicht echtes Verstehen prüft. Statt als Menschen mit Eigenschaften unterschiedlichster Art in einer Gemeinschaft gemeinsam mit anderen eigene Fähigkeiten zu entwickeln und zu fördern wird wert auf „Auslese” gelegt. Eine Welt, in der man Liebe und Anerkennung verlieren kann, weil man schlechte Noten bekommt oder nicht ständig neue Kleidung trägt ist die Jagd auf etwas eröffnet, was es eigentlich nur als Idee gib; was aber der Garant dafür ist, dass man "mithalten"kann: etwas das man nicht essen, mit dem man sich nicht sauber waschen oder darin spazieren gehen kann: Geld.

Es gibt Wege aus dieser Denkart heraus. Besonders die Wertschätzung des eigenen Daseins, die Dankbarkeit dafür, einen Körper zu haben, die Fähigkeit zu denken, zu lachen und miteinander in Kontakt treten zu können, helfen sich aus dem allgegenwärtigen System des Konkurrenzdruckes und der damit einher gehenden Wertung von Menschen aufgrund äusserer Attribute wie Lebensstandard, Bildung, Karriere, Aussehen zu verabschieden.

 

Entspannung ist ein Zustand der dies mit ermöglichen kann. Durch einen ruhigen Atem passiert die Entspannung am einfachsten. Viele Menschen haben Schwierigkeiten sich zu entspannen; Tai Chi Chuan und Meditation sind leicht zu erlernende Wege in die Entspannung, hin zu einem Atem der mit den Bewegungen fliesst, statt gegen sie. Menschen die anfangs Schwierigkeiten haben sich in der Meditation zu entspannen haben durch die Bewegungsabläufe in der Form des Tai Chi Chuan, denen sie mit ihrer Aufmerksamkeit folgen, oft einen einfacheren Zugang zu einem meditativen Zustand. Mit einem entspanntem Atem, der mit den Körperbewegungen fließt, kommt der Mensch nicht mehr so schnell ausser Atem und erhöht seine Lebensqualität beträchtlich.

 

Eine kleine Auswahl an Untersuchungen, die Bildungschancen betreffend.

https://www.boeckler.de/pdf/p_arbp_249.pdf

https://www.tu-chemnitz.de/hsw/soziologie/Fachgruppe/Fachgruppe/Das_bildungsorientierte_Konsumverhalten_der_Mittelklasse.pdf

https://www.youtube.com/watch?v=Xb_-GDkGbQQ&feature=youtu.be

Stessbewältigungskonzepte